Finanzlexikon

28. April 2016
von Redakteur
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Risiken bei Geldanlagen

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Jede Geldanlage birgt ein Risiko, eine Anlageform mehr, die andere weniger. Einige der Risiken wollen wir kurz darstellen.

Konjunktur-Risiko

Unter dieser Bezeichnung versteht man die Gefahr, Kursverluste zu erleiden, die aufgrund der Entwicklung der Konjunktur entstehen können. Die Konjunktur kann man als zyklische Wellenbewegung darstellen, die einen ökonomischen und langfristigen Pfad des Wachstums darstellen soll. Typisch für diesen Zyklus sind die Phasen, die zwischen drei und acht Jahren andauern können. Diese Phasen sind: Ende der Rezession, Aufschwung, Boom und Rezession oder Abschwung. Beim Kauf von Wertpapieren spielt deshalb das Timing eine bedeutende Rolle, wann der Anleger die Wertpapiere kauft oder verkauft.

Inflation, Länder- und Transferrisiko

Eine Inflation ist eine Geldentwertung, die auch auf die Geldanlagen auswirkt. Eine Inflationsrate zwischen vier und fünf Prozent jährlich würde in zwölf Jahren zu einer Halbierung der Kaufkraft des Geldvermögens beitragen. Aus diesem Grund ist für Anleger wichtig, auf die Realverzinsung zu achten. Dies gilt vor allen Dingen bei festverzinslichen Wertpapieren. Bei Aktien gibt es keine Realverzinsung. Diese werden an den Börsen gehandelt. Hier ist es wichtig, nach dem Ertragswert der Aktien zu suchen und nicht nach dem Substanzwert, der sich täglich verändern kann.

Länderrisiko ist dann gegeben, wenn es sich um einen ausländischen Schuldner handelt. Dieses Risiko umfasst neben der wirtschaftlichen Instabilität auch die politische. Der Anleger muss darauf gefasst sein, dass er zwar Anspruch auf Geldzahlungen hat, diese jedoch aufgrund von Transferbeschränkungen oder Devisenmangel im Ausland verbleiben. Sind die Wertpapiere in Fremdwährung, können die Ausschüttungen in einer Währung erfolgen, die aufgrund der im Ausland eingetretenen Beschränkungen der Devisen nicht mehr konvertierbar ist.

Gegen das Transferrisiko gibt es keine Möglichkeit der Absicherung. Unstabile Begebenheiten im sozialen und politischen System führen oft zu einer staatlichen Einflussnahme bezüglich der Bedienung von Schulden im Ausland und im Extremfall zur Einstellung der Zahlungen.

Währungsrisiko

Dieses kommt dann vor, wenn der Anleger Wertpapiere mit Fremdwährung kauft. Wird die Währung abgewertet und die heimische Währung aufgewertet, verlieren seine Wertpapiere an Wert. Das Währungsrisiko kommt bei Aktien in Fremdwährung, die an der deutschen Börse gehandelt werden zusätzlich zum Kursrisiko hinzu.

Steuerliche Risiken

Auf die Kapitalanlage wirken sich auch steuerliche Risiken aus. Die steuerliche Behandlung von Kursgewinnen und Erträgen von Wertpapieren kann der Gesetzgeber in der Art und der Höhe ändern. Bei Wertpapieren gibt es eine sogenannte Spekulationsfrist, in welcher Vorgänge erfasst werden, bei denen nach Stückzahl und Art der Wertpapiere feststeht, dass der Kauf innerhalb von einem Jahr stattgefunden hat. Die Kursgewinne, die während dieser Zeit entstanden sind, fallen unter die Einkommenssteuer.

21. April 2016
von Redakteur
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Emissionsmärkte

 

1 (10)Anlagen unterscheiden sich nicht nur durch Bezeichnung und Zusammensetzung, sondern auch auf die Währung und den Sitz des Emittenten. Wir unterscheiden Inlandsanleihen und internationale Anleihen oder Auslandsanleihen und Eurobonds. Eurobonds und Auslandsanleihen werden mit dem Begriff „internationale Anleihen“ zusammengefasst.

Auslandsanleihen

Die klassischen Auslandsanleihen werden in einem bestimmten Emissionsland am Kapitalmarkt emittiert. Sie werden hauptsächlich im Emissionsland platziert, gehandelt, an der Börse notiert und lauten deshalb auf die Währung, die in diesem Land gültig ist. Emittieren ausländische Schuldner am deutschen Kapitalmarkt, lauten die Anleihen auf Euro. Diese Form hat die Bezeichnung „Euro-Auslandsanleihen“.

Eurobonds

Eurobonds sind europäische und internationale Schuldverschreibungen, die auf eine international anerkannte Währung lauten, über internationale Bankkonsortien platziert werden und hauptsächlich außerhalb des Heimatlands des Emittenten gehandelt werden, nicht aber an der Börse des Heimatlandes des Emittenten.

Achtung: Eurobonds sollten nicht mit Anleihen verwechselt werden, die auf die europäische Währung Euro lauten.

Emittenten

Emittenten von verzinslichen Wertpapieren können die unterschiedlichsten Institutionen sein. Es gibt Schuldverschreibungen der öffentlichen Hand, wie die Bundesanleihen, welche der deutsche Staat herausgibt, Bundesanleihen und Bundesobligationen und Bundesschatzbriefe. Diese Wertpapiere werden Typ A und Typ B unterteilt. Der Unterschied beider Typen bezieht sich auf die Laufzeit und der Auszahlung der Zinsen. Bei Typ A beträgt die Laufzeit sechs Jahren, Zinsen werden jährlich nachträglich ausbezahlt, Emission und Rückzahlung erfolgen zum Nennwert. Bei Typ B ist eine Laufzeit von sieben Jahren vorgesehen, die Zinsen werden mit dem Kapital (Nennwert) bei Fälligkeit ausbezahlt. Neben diesen Wertpapieren des Bundes gibt es noch kurzfristige Schuldverschreibungen mit Laufzeigen zwischen ein oder zwei Jahre.

Gehandelt werden auf den Emissionsmärkten auch Bankschuldverschreibungen. Hier sind Banken die Emittenten; bei Unternehmensanleihen sind es Unternehmen aus Handel und Industrie. Unternehmensanleihen werden auch als Industrieobligationen bezeichnet.

Ausländische Emittenten geben ebenfalls Schuldverschreibungen aus. Zu dieser Gruppe gehören ausländische Staate, Städte, Regionen, Banken, Nationalbanken, Unternehmen sowie öffentlich-rechtliche Einrichtungen und Tochtergesellschaften deutscher Banken und die Europäische Investitionsbank sowie die Weltbank.

Sicherheit

Die Sicherheit bei öffentlichen in- und ausländischen Schuldnern liegt in der Finanzkraft des Emittenten. Bei anderen Schuldnern hängen Sicherheit und Risiko von der Bonität des herausgebenden Unternehmens, der Bank oder anderen Institutionen ab.

In Deutschland gibt es verschiedene Sicherheitsmerkmale für verzinsliche Wertpapiere. Sie bieten eine sogenannte Mündelsicherheit nach §§ 1807 ff BGB für die Anleger, die Geld für eine unter Vormundschaft stehende Person anlegen. Sofern Versicherungen Emissionen ausgeben unterliegen sie dem VAG (Versicherungsaufsichtsgesetz), das ein gesondertes Deckungsvermögen fordert. Notenbankfähige Wertpapiere können von Banken bei der Deutschen Bundesbank oder anderen nationalen Notenbanken in Europa (EZB) beliehen werden.

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20. April 2016
von Redakteur
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Geld anlegen mit strukturierte Anleihen

 

Anleihen gibt es verschiedenen Formen. Die strukturierte Anleihe beispielsweise ist eine Kombination verschiedener Wertpapiere wie beispielsweise Anleihen und Aktien. Je nachdem, welche Kombination der Anleger wählt, führt dies zu unterschiedlichen Strukturen bezüglich Rendite und Risiko.

Aktienanleihen

Bei Aktienanleihen ist die Funktion genau umgekehrt wie die, welche wir von Wandelanleihen kennen. Deshalb spricht man bei Aktienanleihen auch von „Reverse Convertibles“. Hier erhält nicht der Anleger ein Recht auf den Bezug von Aktien, sondern unter bestimmten Voraussetzungen hat der Emittent das Recht, statt der Rückzahlung des Nominalbetrages eine vertraglich festgelegte Anzahl von Aktien zu liefern. Für dieses Recht erhält der Anleger eine Verzinsung, die über dem üblichen Zinssatz liegt, der aktuell auf dem Markt ist.

Was der Anleger am Rückzahlungstag erhält (Geld oder Aktien) ist größtenteils von der Kursentwicklung der Aktie an der Börse abhängig. Unterschreitet der Kurs der Aktie an der Börse die sogenannte „Andienungsschwelle“, erhält der Anleger die Rückzahlung in Aktien. Bleibt der Aktienkurs an der Börse gleich oder ist höher als die Andienungsschwelle, erfolgt die Auszahlung in Form des Nominalkapitals. Unabhängig davon erhält der Anleger die vereinbarten Zinsen.

Anleihen mit index- oder aktienorientierter Verzinsung

Diese Form der Geldanlage orientiert sich bezüglich der Verzinsung an der Entwicklung der Aktie oder des Aktienkorbs am Index. Diese Produkte kombinieren Anleihe- und Aktienprofile miteinander. Im Gegensatz zu Aktienanleihe, bei der der Emittent das Wahlreicht über die Form der Rückzahlung und der Anleger die Garantie für eine feste Zinszahlung hat, sind die Zinsen bei Anleihen mit index- oder aktienorientierter Verzinsung variabel. Sie Höhe der Zinsen orientiert sich an der Entwicklung des Indexes der Aktie oder des Aktienkorbs. Am Ende der Laufzeit erfolgt die Auszahlung in Geld.

Andere strukturierte Anleihen

Auch bei strukturierten Anleihen gibt es Sonderformen wie Repackagings. Wirtschaftlich betrachtet stellen Repackagings eine Art (Um)-Verpackung dar. Gegenstand der Verpackung sind Aktien-, Anleihe- und Kreditportfolios, die in eine Anleihe „verpackt“ werden und deren Rückzahlung einerseits vom Ertrag abhängt, aber auch von Realisierbarkeit der in der Anleihe verpackten Forderungen.

Chooser

Chooser ist eine besondere Anleihe in Form von Aktien. Bei dieser Anleihe liegt der Basiswert zweier Aktien zugrunde. Am Stichtag erfolgt die Rückzahlung zum Nennbetrag, wenn der Aktienkurs der beiden Aktien den Basispreis jeder Aktie nicht unterschreitet. Wenn der Kurs den Basiswert unterschreitet, erhält der Anleger die Aktie, deren Kurs den Basiswert in stärkerem Maße unterschreitet. Für Anleger ist diese Form der strukturierten Anleihen mit einem hohen Risiko verbunden.

13. April 2016
von Redakteur
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Optionsscheine

 

1 (21)Die klassische Form verbriefter Termingeschäfte stellen Optionsscheine dar. Optionsscheine können, je nach Emittent, verschiedenen Namen führen, auch wenn die Ausstattung mit anderen vergleichbar ist. Auch kann die Ausgestaltung der Optionsscheine unterschiedlich sein, auch wenn sie eine gleiche oder ähnlich Produktbeschreibung haben. Optionsscheine spielen neben einigen Zertifikaten eine bedeutende Rolle; auch sind einige Zertifikate in ihrer Funktionsweise den Optionsscheinen sehr ähnlich gestaltet.

Optionsscheine werden auch „warrants“ genannt. Sie verbriefen üblicherweise das Recht, jedoch nicht die Pflicht, eine bestimmte Menge zu kaufen oder verkaufen. Call-Optionsscheine werden in der Erwartung gekauft, dass der Preis steigt; Put-Optionsscheine, dass der Preis sinkt.

Grundlagen

Aktien, Währungen, Rohstoffe, Indices und Anleihen kommen als Basis für Optionsscheine infrage. Der im Voraus festgelegte Preis bildet den Basispreis. Sehen die Bedingungen des Emittenten beim Verkauf einen Barausgleich vor, ist der Basispreis die Grundlage, mit der die Differenz zwischen Basispreis und Verkaufspreis berechnet wird.

Die Emissionsbedingungen können anstelle der Lieferung oder des Bezugs des Basiswertes der Optionsscheine bei Ausübung des Optionsrechts einen geldlichen Ausgleich bestimmen. Diese Bestimmungen kommen dann zum Einsatz, wenn es unmöglich ist, den Basiswert zu übertragen wie beispielsweise beim Index.

Bei einem geldlichen Ausgleich wird der Differenzbetrag zwischen dem aktuellen Marktwert und dem vereinbarten Preis ermittelt und an den Inhaber der Optionsscheine ausbezahlt. Eine Erwerb oder eine Veräußerung des Basiswertes findet nicht statt.

Laufzeit

Die Laufzeit ist der Zeitraum, der an dem Tag der Begebung beginnt und am Ende des Optionsrechts erlischt. Üblicherweise enden einige Tage vorher der Handel sowie die Ausübung des Optionsrechts.

Funktionsweise

Zu den wichtigsten Grundzügen gehört die Hebelwirkung. Der Käufer von Optionsscheinen und das in diesen verbriefte Recht muss den Preis bezahlen, der sich hauptsächlich aus Angebot und Nachfrage ergibt. Dabei ist der Kaufpreis eng mit dem Basiswert verbunden, wobei der Basiswert in der Regel höher als der Kaufpreis angesiedelt ist. Die Folge ist eine Preisveränderung beim Basiswert, die sogenannte Hebelwirkung oder der Leverage-Effekt. Als Inhaber von Optionsscheinen nimmt man an den Kursgewinnen überdurchschnittlich teil, aber auch an den Kursverlusten des Basiswertes.

Break-even-Punkt

Der sogenannte Break-even-Punkt fällt in den Bereich Bewertungskriterien und Preisbildungsfaktoren. Dieser Punkt eines Optionsscheins lässt sich an einem vorgegebenen Kurs des Basiswertes festmachen. Der Basiswert muss diesen Kurs erreichen, damit eine Ausübung des Optionsscheins verlustfrei möglich ist.

Der vorgegebene Kurs entspricht nicht dem Basispreis, sondern liegt bei Put-Optionsscheinen unter dem Kurs; bei Call-Optionsscheine über dem Kurs. Der Break-even-Punkt hat nur dann für die Ermittlung der Gewinnschwelle Bedeutung, wenn der Anleger beabsichtigt, sein Optionsrecht auszuüben.

18. Januar 2016
von Redakteur
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Strategien der Geldanlagen

Jede Geldanlage braucht eine gute Strategie, damit sie ein optimales Endresultat bringt. Bei einer Beratung durch die Bank oder Makler stehen die grundsätzlichen Erwartungen des Anlegers im Vordergrund. Für Anleger stellt sich die Frage, wie groß ihre Bereitschaft ist, auch Risiken einzugehen und Wertschwankungen in Kauf zu nehmen. Weiter stellt sich die Frage, wie lange kann der Anleger auf das investierte Kapital verzichten. Und zu guter Letzt stehen die Erwartungen auf die Höhe der Rendite und das Ziel des Anlegers zur Diskussion. Wie sicher eine Kapitalanlage tatsächlich ist, hängt hauptsächlich von den Risiken ab, denen die Geldanlage unterworfen ist. Bei Aktien ist es das Kursrisiko, bei Auslandsanlagen die Stabilität des Staates in Bezug auf Politik und Wirtschaft. Auch die Bonität des Schuldners gehört in den Punkt Sicherheiten.

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Sicherheit

Die Sicherheit erhöhen kann der Anleger durch eine Aufteilung seiner Geldanlage, die ausgewogen und sinnvoll gestreut ist. Aktien verschiedener Branchen und Länder, Anleihen sowie Fonds ergeben eine Streuung des Kapitals, die eine höhere Sicherheit bietet. Zur Sicherheit bei Geldanlagen gehört auch der Punkt „Verkauf“. Braucht der Anleger schnell Geld, sollten ein zügiger Verkauf der Anlage und die Gutschrift auf seinem Girokonto machbar sein. Bei Aktien ist dies in der Regel kein Problem; hier kann der Anleger innerhalb von wenigen Tagen wieder über sein Kapital verfügen. Anders sieht es aus, wenn er sein Geld für einen bestimmten Zeitraum fest anlegt. Dann kann er diese Geldanlage zwar verkaufen, jedoch mit Verlust.

Wertpapiere

Wie rentabel eine Geldanlage ist, ergibt sich aus dem Ertrag. Bei Wertpapieren sind es Zinsen, Dividenden und sonstige Ausschüttungen, welche die Geldanlage profitabel machen. Nicht zu vergessen sind die Kursgewinne, welche Aktien zu einer interessanten, aber auch nervenaufreibenden Geldanlage machen. Kapitalerträge unterliegen der Steuerpflicht. Für Anleger ist es deshalb die Höhe der Rendite nach Steuern von Bedeutung.

Beratung

 

Eine gute Beratung für Geldanlagen beinhaltet das „magische Dreieck“. Ganz oben steht die Rentabilität, die mittlere Spitze des Dreiecks ist für Sicherheit reserviert und die untere Spitze bietet Platz für die Liquidität. Sicherheit, Rentabilität und Liquidität sind die drei Kriterien, die nicht ohne Kompromisse vereinbar sind. Die Kompromissbereitschaft begründet sich hauptsächlich durch das Spannungsverhältnis, das sich zwischen Sicherheit und Rentabilität aufbaut. Wer überdurchschnittlich hohe Rendite erreichen will, der muss ein höheres Risiko eingehen als diejenigen, die lieber niedrige Renditen in Kauf nehmen und dafür mehr Sicherheit haben. Ein Zielkonflikt besteht zwischen Rentabilität und Liquidität, weil liquide Geldanlagen in der Regel mit Nachteilen bei der Rendite verbunden sind.

12. Januar 2016
von Redakteur
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Zertifikate als Geldanlage

 

Zertifikate sind der Überbegriff für viele Produkte, die, je nach Emittent unterschiedliche Namen führen, auch die Ausstattung vergleichbar ist. Auf der anderen kann es sein, dass die Zertifikate eine vergleichbare Ausstattung haben, jedoch nicht verschiedene Namen. Wer sich für die Anlageform der Zertifikate interessiert, sollte sich ausführlich über die verschiedenen Möglichkeiten informieren. Doch was sind Zertifikate eigentlich?

Kontoauszge

Zertifikate sind rechtlich gesehen Inhaberschuldverschreibungen, die das Recht auf Rückzahlung des angelegten Geldbetrages oder einer Lieferung des Basiswertes. Mit dem Erwerb eines Zertifikates wird der Anleger zum gläubiger des Zertifikate-Emittenten.

Zertifikate werden unterschieden nach

  • fester Laufzeit und ohne Laufzeitbegrenzung
  • mit und ohne Kapitalschutz
  • aktives und passives Management
  • Heimatwährung (Euro) oder Fremdwährung
  • mit und ohne Kupons während der Laufzeit
  • stücknotiert und nominalnotiert
  • mit und Kündigungsrecht des Emittenten.

Laufzeit

Die Geldanlage in Zertifikate ist in der Regel auf mehrere Jahre ausgerichtet. Es gibt Zertifikate, die einen festen Termin der Endfälligkeit haben und sogenannte „Open-end-Zertifikate“, die keine feste Laufzeit haben. Daneben kann dem Emittenten das Recht auf Kündigung zustehen. Übt er dieses Recht aus, kommt es zu einer vorzeiten Rückzahlung des Zertifikates.

Notierung

Je nach Ausführung der Zertifikate erfolgt die Notierung in Stück oder Prozent. Sind die Zertifikate stücknotiert, dann kann der Geldanleger nur ganze Stücke erwerben, wobei ein Stück meist einen Mindestbetrag von 100 Euro voraussetzt. Es kann auch vorkommen, dass bei stücknotierten Einzelaktien-Zertifikaten eine Orientierung an den aktuellen Aktienkurs erfolgt.

Ausgabepreis

Bei der Bestimmung des Ausgabepreises spielen der Wert des Basiswertes, der Wert eventueller derivativer Komponenten sowie die Marge eine bedeutende Rolle. Daneben kann zum Abgabepreis auch eine Verwaltungsgebühr anfallen und auch die Bank, wenn der Kauf über sie erfolgt, kann ihrem Kunden einen Ausgabeaufschlag berechnen.

Während der Laufzeit

Während der Laufzeit der Zertifikate bestimmen die Entwicklung des Basiswertes und die Struktur den Preis. Weitere Aspekte sind Währung, Dividenden/Ausschüttungen, Volatilität sowie die Entwicklung der Zinsen.

Rückzahlung

Bei Zertifikaten mit fester Laufzeit erfolgt die Rückzahlung zum vereinbarten Termin. In der Regel erfolgt die Rückzahlung in Form eines Geldbetrages. Vornehmlich bei Einzelaktien-Zertifikaten kann die Rückzahlung zum fälligen Zahlungstermin auch in Form der Lieferung des Basiswertes der jeweiligen Aktie erfolgen.

Bei ausländischen währungssicheren Zertifikaten wird die Rückzahlung zum Fälligkeitstermin nach dem Stand des Basiswertes in der jeweiligen ausländischen Währung und dem beim Kauf des Zertifikates festgehaltenen Umrechnungskurs der Währung errechnet.

Handel

Zertifikate werden an der Börse, aber auch außerbörslich gehandelt. Daneben gibt es Zertifikate, die sowohl an der Börse als auch außerbörslich gehandelt werden.

8. Januar 2016
von Redakteur
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Fonds als Geldanlage

Wer eine Geldanlage sucht mit einer Bandbreite verschiedener Anlagemöglichkeiten, der kann für Fonds entscheiden. Fonds bestehen aus verschiedenen Investment-Anteilscheinen, die in den Fonds gebündelt werden. Es gibt verschiedene Fondsarten; wir schauen uns den Investmentfonds an. Ein Investmentfonds besteht beispielsweise aus verschieden Vermögenswerten, wie Wertpapiere, Bankguthaben, derivative Instrumente, Geldmarktinstrumente und Immobilien.

Altersvorsorge

Fonds bieten sich als Altersvorsorge an, da sie eine mindestens mittelfristige Geldanlage darstellen. Der Anleger kann die Anteile der einzelnen Vermögenswerte nach Absprache mit seinem Bankberater selbst gestalten. Einige legen mehr Wert auf Sicherheit und nutzen sichere Wertpapiere, andere lieben das Risiko und sehen deshalb Aktien als Hauptanteil des Fonds.

Gesellschaften

In Deutschland bieten inländische, aber auch ausländische Investmentgesellschaften Fonds an. Dem Investment-Gesetz (InvG) unterliegen deutsche Gesellschaften, ausländische Gesellschaften unterliegen diesem Gesetz nicht. Je nach Herkunftsland gilt das im Herkunftsland geltende Gesetz für ausländische Investmentfonds. Deutsche Investmentgesellschaften brauchen, bevor ihre Geschäfte aufnehmen, die Genehmigung der BaFin, der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht.

Aktionäre

Anders als bei vielen anderen Geldanlagen werden Anleger von Investment-Anteilscheinen keine Mitgesellschafter oder Aktionäre der Kapitalgesellschaften. Diese verbuchen die Einzahlungen in Fonds unter Sondervermögen. Allerdings verwalten die Kapitalgesellschaften dieses Sondervermögen.

Offene Fonds

Es gibt offene und geschlossene Investmentfonds. Bei einem offenen Investmentfonds ist die Zahl der Anteilscheine unbestimmt (Open-end-Prinzip). Je nach Bedarf gibt die Fondsgesellschaft neue Anteile aus und nimmt auch bereits ausgegebene Anteilscheine zurück. Die in Deutschland aufgelegten Investmentfonds sind in der Regel offene Fonds. Bei geschlossenen Fonds wird nur eine begrenzte Anzahl der Anteilscheine ausgegeben. Wie viele Anteilteilscheine ausgegeben werden, hängt von der Begrenzung der Anlagesumme ab. Diese Fonds nennt man auch (Closed-end-Prinzip). Der Fonds wird geschlossen, wenn die Anlagesumme erreicht ist. Im Unterschied zum offenen Fonds muss die Gesellschaft die Anteile nicht zurücknehmen. Der Anleger kann die Anteilscheine allerdings an Dritte weiter verkaufen oder den Verkauf über die Börse tätigen. Bei beiden Arten richtet sich der Preis für die Anteilscheine nach Angebot und Nachfrage.

Gestaltung

Bei offenen Investmentfonds gibt es verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten. Wie der Anleger seinen Fonds gestalten will, hängt davon ab, wie risikowillig er ist. Bei reinen Aktienfonds können beispielsweise einige Aktien erhebliche Kursschwankungen haben, die sich auf den gesamten Fonds auswirken. Deshalb ist besser, seinen Fonds mit verschiedenen Anlagemöglichkeiten zu bestücken. Neben Aktien kann der Fonds festverzinsliche Wertpapiere und Rentenpapiere sowie Immobilien enthalten.

Laufzeit

Investmentfonds können mit begrenzter Laufzeit oder ohne Laufzeitbegrenzung erworben werden. Bei Fonds mit begrenzter / vereinbarter Laufzeit erfolgt die Auszahlung zum festgelegten Termin. Bei Fonds ohne Begrenzung der Laufzeit kann der Anleger seinen Fonds jederzeit kündigen, wenn er das Geld benötigt.

1. Januar 2016
von Redakteur
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Aktien sind eine interessante Geldanlage

 

Eine interessante, aber auch nervenaufreibende Geldanlage sind Aktien. Wer sein Geld in Aktien anlegt, sollte dies mindestens auf mittelfristiger Sicht tun. Grund dafür sind die sich ständig veränderten Aktienkurse. Aktien kauft man, wenn sie günstig zu erwerben sind. Für Anleger bedeutet dies, dass sie die notwendige Geduld aufbringen müssen, bis sich die Börse und damit die Aktienkurse wieder stabilisiert haben und den Trend nach oben finden.

junger businessmann

Stammaktien

Es gibt verschiedene Aktienformen wie Stamm- und Vorzugsaktien, Stück- und Nennwertaktien und noch weitere Arten. Im Grunde kann man die Aktien in stimmberechtigt und nicht stimmberechtigt aufteilen. Besitzer von Stammaktien haben das Recht der Mitsprache, das sie auf der jährlich stattfindenden Hauptversammlung ausüben können. Wer sich für Vorzugsaktien entscheidet, hat kein Stimmrecht, aber bevorzugte Ansprüche auf Dividenden. Die bevorzugten Ansprüche bedeuten, dass ihr Anspruch auf Dividenden vor den Aktienbesitzern von Stammaktien befriedigt wird.

Dividenden

Die meisten Menschen, die Aktien erwerben wollen, suchen ihren Bankberater auf. Allerdings sollte man sich ausschließlich auf dessen Meinung verlassen, sondern sich im Internet über die Unternehmen informieren, von denen man Aktien kaufen will. Das Geld in Aktien anzulegen hat zwei Vorteile, die auf den Anleger zukommen, wenn das Börsenjahr gut läuft. Aktionäre erhalten neben der jährlichen Dividende oder Gewinnanteil, der sich aus dem Gewinn des Unternehmens ergibt. Außerdem verdienen Aktionäre am Kursgewinn der Aktie. Wer seine Aktien gut und sinnvoll auswählt, kauft diese zum günstigen Preis und verdient dann, wenn der Aktienkurs steigt.

Geldanlage

Diese Geldanlage ist in der heutigen Zeit, wo das Zinsniveau äußerst niedrig ist, auch für die Altersvorsorge sinnvoll. Allerdings sollten die Erwartungen in Aktien und Börse nicht zu hoch geschraubt sein. In den letzten Jahren entwickelten sich die Aktien teilweise wie eine „Fieberkurve“ mit Höhen und Tiefen. Auch sind Aktien wie jede andere Geldanlage, egal welcher Art, immer mit Risiken verbunden. Die Börse ist nicht immer der Freund des Anlegers, sondern teilweise unberechenbar.

Anlagezeitraum

Wer sein Geld in Aktien investiert, sollte sich auf einen Anlagezeitraum von mindestens acht Jahren einstellen. Besonders bei Aktien sind Geduld und Zeit die wichtigsten Faktoren, denn wer seine Aktien günstig kauft, muss oft lange Zeit warten, bis sich der Kurs umkehrt und den Weg nach oben und in den grünen Bereich findet. Die Dividenden aus den Aktiengeschäften sind über die Kapitalertragssteuer zu versteuern und dem Finanzamt mitzuteilen. Steuerpflichtige sollten den Freistellungsauftrag ausfüllen, der ihnen gestattet, jährlich 801 Euro, bei Eheleuten erhöht sich der Betrag auf 1.602 Euro, an Kapitalerträgen steuerfrei einzunehmen.

Tagesgeldkonto

13. November 2014
von Nila Holtes
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Tagesgeld anlegen, was gilt es zu beachten?

Spare in der Zeit, dann hast Du in der Not. Diese alte Weisheit hat auch in Zeiten der abklingenden europäischen Wirtschaftskrise durchaus noch Bestand und sehr viele Menschen haben bereits ein Tagesgeldkonto, da dieses noch immer für eine planbare wirtschaftliche Entwicklung steht. Weiterlesen →

Börseninformationen

19. Juli 2014
von Nila Holtes
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Immer gut informiert – die „Boerse“ im Ersten

Viele Sender vernachlässigen die Finanzmärkte und nennen in den Hauptnachrichten höchstens den aktuellen DAX-Stand. Nicht so die ARD: Eine separate Redaktion kümmert sich um Börsenthemen und liefert werktäglich zahlreiche interessante Beiträge. Weiterlesen →